“Alles ist ein Gleichnis”

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Verdeutlichungen der Tora durch rabbinische Gleichnisse

“Alle Vergleichsbilder in der Bibel müssen als „Gleichnis und Metapher, das heißt als bildhafte und erzählerische Wiedergaben des Gemeinten aufgefaßt werden”. Mit diesem Satz wollte der große jüdische Religionsphilosoph Moses Maimonides (1135-1204) die biblische Offenbarung vor Mißdeutungen schützen. In der Hebräischen Bibel ist von Augen, Füßen, Fingern, Händen und Zornesäußerungen Gottes die Rede. Diese Vergleichsbilder können aber zu häretischem Verständnis führen: Gott sei der Ur-Mensch oder: man könnte ihn darstellen. Viele mittelalterliche jüdische Denker und Seelsorger wollten solchen Mißdeutungen zuvorkommen. Bei Verdeutlichungen und Exemplifizierungen einer verpflichtenden Botschaft geht es aber nicht ohne Vergleiche und auch nicht ohne sprachliche Ästhetik, um die Phantasie zu fördern.” Eine Einführung im Freiburger Rundbrief, Zeitschrift für christliche-jüdische Begegnung

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www.freiburger-rundbrief.de

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