Erntedank

In allen Religionen gibt es Bräuche, die Ernte als Gottesgeschenk zu betrachten und zu feiern. Schon Kain brachte Gott in der Genesis Opfer dar. Im Christentum ist das erste Erntefest im 3. Jahrhundert belegt. Meist ist das Erntedankfest Anfang Oktober. Gefeiert wird es mit unterschiedlichsten Bräuchen wie dem Almabtrieb von bekränzten Tieren ins Tal oder dem Binden von Erntekronen. In den Kirchen werden Erntealtäre gestaltet.

Für die Schülerinnen und Schüler von heute ist der Zusammenhang zwischen der täglichen Nahrung und einer guten Ernte häufig verloren gegangen. Für sie ist eine Fülle an Nahrungsmitteln, erworben im Kaufhaus selbstverständlich geworden. Das Erntedankfest bietet die Möglichkeit, die Zusammenhänge zwischen unserem Essen und der Schöpfung wieder bewusst zu machen und Gott, dem Ursprung allen Lebens, zu danken.